Wir freuen uns jetzt schon auf’s nächste Jahr

Gut Pfad trifft moin moin

 

Ein ganzes Jahr lang mussten die Pfadfinder aus Hamminkeln warten, bis es für sie wieder hieß: Auf ins Sommerlager. Auf ins Abenteuer. Das ersehnte Ziel: Hallig Hooge. Eine Insel in der Nordsee, die bei Sturmflut überflutet werden kann, und daher nicht Insel genannt werden möchte.

Für die 45 Pfadfinderinnen und Pfadfinder aus Hamminkeln ging es bereits freitags um 22 Uhr mit dem Bus los Richtung Nordseeküste. Damit die gesamte Ausrüstung mitgenommen werden konnte, kam zusätzlich ein Auto mit riesigem Anhänger mit auf die Hallig.

Obwohl die versprochene Sonne noch auf sich warten ließ und eine steife Brise vorausschickte, mussten am Tag der Ankunft – nach einem ausgiebigen Mittagessen – die Zelte aufgebaut werden. Da die ältesten Pfadfinder bereits auf dem traditionellen zweitägigen Hike unterwegs waren und erst einen Tag später den Zeltplatz erreichten, erwiesen sich die Wölflinge und Jungpfadfinder als kräftige Zeltaufbauer, sodass jeder zum Sonnenuntergang einen Schlafplatz hatte.

Eine Woche Sommerlager will gut geplant sein. Deshalb wurde von Zuhause aus bereits das gesamte Tagesprogramm von einem kreativen Team zusammengestellt. Auf der Agenda standen neben einer Wattexkursion und Halligrallye, ebenfalls die alljährliche Lagerolympiade und der Besuch des Sturmflutkinos auf der Hanswarft. Sogar das EM-Finale wurde bis ins Zeltlager übertragen. Als besonderer Programmpunkt wurde für die Kinder und Jugendlichen eine Kutterfahrt organisiert. Dabei konnte man die Tiere der Nordsee hautnah erleben und eine große Sandbank besuchen und betreten, auf der Seehunde leben. Selbst für die alteingesessenen Pfadfinder war dieser Tag ein besonderes Highlight.

Unterstützt wurden die Pfadfinder dieses Jahr von zwei Vätern, die das Küchenteam bildeten. Zusammen mit dem Hallig-Kaufmann war es möglich, selbst auf der kleinen Hallig mehrmals mit frischen Lebensmitteln und Getränken versorgt zu werden. In einer Woche feinster Kochkünste verbrieten die beiden Köche unter anderem buchstäblich fast 60 Kilo Fleisch und über 600 Eier.

Abgerundet wurde das Sommerlager durch den „bunten Abend“, für den die Kinder Spiele wie Tennisfußball und Elefantenrennen vorbereitet hatten.  Am Ende wurde eine Diashow mit allen Fotos gezeigt, die für die Eltern und Daheimgebliebenen schon während des Lagers auf der Internetseite veröffentlicht worden waren.

Bei einem traumhaften Sonnenuntergang genossen alle den kleinen Rückblick auf eine wunderschöne gemeinsame Woche.

 

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(erschienen in der Rheinischen Post und NRZ am 03.08.2016; Verfasser: Lukas Mautz, Sandy Schröder)